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Aus der HAKA Nachhaltigkeitsredaktion

lazyload  HAKA spricht sich für einen Verzicht von Mikroplastik aus

Die Bilder von vermüllten Meeren und geschundenen Meerestiere brennen sich in unser Gedächtnis ein. Bis zu 13 Millionen Tonnen Müll landen pro Jahr im Meer*, der Schaden für die Ökologie ist immens. Der Schutz der Umwelt und, damit einhergehend, der Verzicht auf Plastik wird immer drängender. Dabei stehen nicht nur Plastikverpackungen in der Kritik: Auch Kleinstpartikel aus Kunststoff schädigen die Umwelt. Diese Kleinstpartikel, Mikroplastik genannt, sind allgegenwärtig und finden sich im Wasser, in den Böden und sogar der Luft wieder.

Woher das Mikroplastik stammt, welche Folgen es für die Umwelt hat und weshalb HAKA sich für einen Verzicht ausspricht, erklärt uns Imke Schmidt, Leiterin der Abteilung Entwicklung bei HAKA:

Zunächst muss kurz erklärt werden, was unter dem Begriff Mikroplastik zu verstehen ist:
Das Umweltbundesamt definiert Mikroplastik als Plastikstücke, die kleiner als 5 mm sind. Die Umweltorganisation BUND legt weiter fest, dass darunter feste und unlösliche synthetische Kunststoffteile fallen, die kleiner als 5 mm sind.

Die Herkunft dieser Plastik-Kleinstteilchen ist vielfältig:
Beim primären Mikroplastik gelangen beispielsweise feine Partikel von synthetischer Kleidung über das Waschwasser in die Gewässer. Laut Umweltbundesamt können das bis zu 2.000 Fasern je Wäschestück sein. Aber auch der Transportverlust von Plastikpellets, der Reifenabrieb von Autos und LKWs, der Sohlenabrieb von Schuhen sowie Rückstände aus der Industrie sind die Hauptverursacher von Mikroplastik. In statistisch sehr kleinen Umfang, aber dennoch vorhanden, finden sich Mikroplastikpartikel auch in Kosmetikprodukten, hier oft in Form von sogenannten Microbeads. Diese kleinen Plastikkügelchen werden beispielsweise als Peelingpartikel in Gesichts- und Körper-Peelings eingesetzt. Neben den primären Verursachern von Mikroplastik gibt es auch die sekundären Quellen. Hierzu gehören beispielsweise der Abrieb oder Zersetzungspartikel von Kunststoffprodukten, die sich im Meer befinden.

Die Quellen von Mikroplastik und deren Größenverhältnisse (nach Daten des Umweltbundesamtes)

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Wo kommt Mikroplastik her? Quelle: Stiftung Warentest
Mikro­plastik gelangt in Deutsch­land aus mindestens 51 verschiedenen Quellen in die Umwelt. Die größte Quelle der kleinen Partikel ist der Kraft­fahr­zeug­verkehr. Doch auch wer zu Fuß geht, hinterlässt Mikro­plastik (Abweichungen von 100 Prozent, da gerundet).

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© iStockphoto, Shutterstock, Grafik: Stiftung Warentest

Was genau macht diese Kleinstpartikel so gefährlich?
Die kleinen Mikropartikel wirken auf Schadstoffe wie Magnete. Je länger sie sich im Wasser befinden, desto mehr Giftstoffe, wie beispielsweise Pestizide und Rückstände von Medikamenten, sowie Krankheitserreger binden sich an sie. Meerestiere fressen diese Partikel mit teils drastischen Folgen für ihren Organismus. In die Nahrungskette gelangen sie auf diese Weise ebenso – und damit auch auf unseren Teller.

Welchen Beitrag leistet HAKA?
Wir sprechen uns für einen Verzicht auf Mikroplastik aus und setzen schon immer auf natürliche Rohstoffe, wann immer das möglich ist. Wenn wir beispielsweise einen Peelingeffekt benötigen, nutzen wir Bambusgranulat oder geriebene Walnussschalen. Für den besonders schonenden Scheuereffekt in unserer Scheuermilch kommt natürliche Kreide zum Einsatz. Diese natürlichen Rohstoffe sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch haut- und materialschonender. 98% unserer Produkte sind von jeher frei von diesen kritischen Stoffen. Und ab 2020 wird keines unserer Produkte mehr kritische Mikroplastik-Inhaltsstoffe enthalten.

Wie verhält es sich mit flüssigen Oligomeren?
Diese werden fälschlicherweise auch als flüssiges Mikroplastik bezeichnet. Der Begriff ist jedoch irreführend. Es handelt sich dabei um künstlich hergestellte, flüssige Stoffe und nicht um Plastik. Diese werden beispielsweise in Pflegeprodukten eingesetzt, wenn eine gelartige Konsistenz erforderlich ist. Auch in Haushaltsprodukten sind sie enthalten und übernehmen hier eine wichtige Rolle in den Rezepturen. Flüssige Oligomere sind biologisch abbaubar. Was sagt HAKA zu flüssigen Oligomeren? Gerade bei den Haushaltsprodukten und Waschmitteln dienen flüssige Oligomere als Leistungsverstärker und sorgen beispielsweise dafür, dass sich keine Wasserhärte absetzt oder die Wäsche nicht vergraut. Durch sie wird die Wirksamkeit der Produkte deutlich erhöht, und es kann für eine gute Reinigungswirkung wiederum geringer dosiert werden. Dadurch gelangen insgesamt weniger belastende Stoffe in die Umwelt: Denn die „umweltfreundlichsten“ Stoffe sind immer noch die, die gar nicht erst in die Umwelt gelangen! Die Oligomere, die wir verwenden, sind wasserlöslich und biologisch abbaubar. Valide Studien zum genauen Zeitraum der Abbaubarkeit gibt es noch nicht. Sicher ist aber, dass sie zeitnah (innerhalb weniger Wochen) abgebaut werden. Unabhängig davon forschen wir aber auch hier in alternative Richtungen.

Ein Tropfen auf den heißen Stein bei den vielen Großverursachern und dem übergeordneten Thema der allgemeinen Müllflut durch Plastik?
Nein, ein klares Statement für den Umweltschutz. Alle Veränderungen beginnen mit kleinen Schritten. Wir sind bereits auf dem Weg.,

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